Auf dieser Seite
Produkt-Updates
Lesezeit: 9 min
19 Juni 2026

Produktrelease 25.127 & 26.xx: Passwortrichtlinie, aqua Intelligence & Jira Plugin Updates

Version 25.127 ist ein Hotfix, der das Verhalten von E-Mail-Benachrichtigungen auf Basis von Kundenfeedback korrigiert. Version 26.xx bringt eine neue Passwortablauf-Richtlinie, eine neu aufgebaute KI-Plattform namens aqua Intelligence, sowie Verbesserungen bei der Jira-Integration, dem Azure DevOps Sync und den Dashboards, zusammen mit einer Reihe von Fehlerbehebungen.

aqua Intelligence: ein neuer Name, eine stärkere KI

Aus aqua AI Copilot wird aqua Intelligence. Die Umbenennung ist mehr als nur ein neues Label: Die zugrunde liegende KI-Plattform wurde grundlegend überarbeitet, Leistung und Zuverlässigkeit haben sich insgesamt verbessert, sodass sich vertraute Funktionen jetzt schneller und konsistenter anfühlen.

Uploads zur Wissensdatenbank sind schneller und flexibler

Die Arbeit mit Dateien in eurer Wissensdatenbank läuft jetzt deutlich reibungsloser:

  • Unterstützt werden jetzt PDF-, DOCX-, XLSX-, Markdown- und TXT-Dateien, das Format-Angebot wurde erweitert
  • Das Dateigrößenlimit wurde von 10 MB auf 100 MB angehoben, größere Quelldokumente müssen also nicht mehr aufgeteilt werden
  • Hochgeladene Dateien lassen sich durchsuchen, statt durch die gesamte Liste scrollen zu müssen
  • Der Verarbeitungsstatus (Processing, Ready, Error) wird live angezeigt, eine Wartezeit auf eine Bestätigungs-E-Mail entfällt damit

Hinweis zum erneuten Hochladen der Wissensdatenbank:

Der Umbau der Plattform bedeutet, dass zuvor hochgeladene Dateien aus der Wissensdatenbank nicht automatisch übernommen werden. Nach dem Update müsst ihr eure Dateien erneut in die globale oder die projektspezifische Wissensdatenbank hochladen. Falls ihr wissen möchtet, was zuvor hochgeladen war, wendet euch bitte an unser Support-Team unter support@aqua-cloud.io.

Im Chat-Eingabefeld gibt es außerdem einen Live-Zeichenzähler: mindestens 4 Zeichen, wenn eine Datei angehängt ist, oder 35 Zeichen bei reinen Textnachrichten.

E-Mail-Benachrichtigungen: Vorheriges Verhalten wiederherstellt (25.127)

Basierend auf Kundenfeedback und mehreren Anfragen haben wir unseren Ansatz bei E-Mail-Benachrichtigungen noch einmal überdacht. Dieser Hotfix stellt das vorherige Verhalten wieder her, während wir an einer umfassenderen Lösung arbeiten.

Das Verhalten der E-Mail-Benachrichtigungen entspricht jetzt wieder dem Stand von Version 25.103. Benutzer erhalten Benachrichtigungen wieder nach der vorherigen Logik.

Wir arbeiten weiterhin an den E-Mail-Benachrichtigungen für kommende Releases, mit Fokus auf bessere Standardeinstellungen und einer Reduzierung der E-Mail-Menge, ohne dabei wichtige Benachrichtigungen zu verlieren.

Passwortablauf-Richtlinie (Private Cloud & On-Premise)

aqua bietet jetzt administratorgesteuerte Passwortablauf-Richtlinien, verfügbar ausschließlich für Private Cloud und On-Premise-Installationen (nicht verfügbar für aqua SaaS). Dies ist besonders relevant für regulierte Branchen wie Finanzdienstleistungen, Versicherungen oder den öffentlichen Sektor, in denen die regelmäßige Erneuerung von Zugangsdaten durch Compliance-Vorgaben vorgeschrieben ist.

Was Administratoren konfigurieren können:

  • Ablaufzeitraum für Passwörter: wie oft Benutzer ein neues Passwort festlegen müssen
  • Passwortverlauf: verhindert die Wiederverwendung zuletzt genutzter Passwörter
  • Kontosperrung: schränkt den Zugriff nach wiederholten fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen ein (standardmäßig 5 Versuche und 30 Minuten)

Alle drei Einstellungen sind standardmäßig deaktiviert und lassen sich unabhängig voneinander aktivieren. Zusätzlich gilt ein Mindestalter von 24 Stunden für Passwörter, um ein schnelles Durchwechseln zu verhindern, außer bei tokenbasierten Zurücksetzungen.

Auswirkungen für Benutzer:

Läuft ein Passwort ab, wird der Benutzer beim nächsten Login zur Eingabe eines neuen aufgefordert und kann die Anwendung erst danach wieder nutzen. Das neue Passwort darf keine triviale Abwandlung des alten sein, etwa Secret123 zu Secret124. Wird die Richtlinie erstmals aktiviert, gelten alle bestehenden Benutzer sofort als abgelaufen.

Ausnahmen:

Technische Benutzer wie API- und Sync-Konten sowie extern authentifizierte Benutzer über AD, LDAP oder SAML sind von der Ablaufregelung ausgenommen. Administratoren können zusätzlich einzelne Benutzer, etwa Jira-Plugin-Konten, manuell über die Benutzerverwaltung von der Richtlinie ausnehmen.

Bekannte Einschränkung: Wessen Passwort im Desktop-Client abgelaufen ist, muss sich zunächst über den Webclient anmelden, um es zu ändern. Danach funktioniert die Anmeldung im Desktop-Client wieder wie gewohnt.

Jira Plugin auf die Atlassian Forge-Plattform migriert, mit verbesserten Statistiken

Das Jira Plugin für Cloud wurde vom Connect-Framework auf Forge umgestellt, was für mehr Sicherheit und langfristige Kompatibilität sorgt. Außerdem haben wir überarbeitet, wie Testfälle und Testszenarien im Plugin dargestellt werden: Die Statistiken sind jetzt klarer und geben euch direkt aus Jira heraus einen besseren Überblick über euren Testfortschritt.

Mehrere aqua-Umgebungen verbinden (Data Center):

Bisher ließ sich das Jira Plugin nur mit einer einzigen aqua-Instanz verbinden. Im Data Center könnt ihr jetzt mehrere Serververbindungen konfigurieren, die jeweils einem bestimmten Jira-Projekt zugeordnet, unabhängig benannt und ohne gegenseitige Beeinflussung verwaltet werden.

Teststatus auf einen Blick (Data Center):

Wer das Data Center Plugin nutzt, sieht Testergebnisse in Jira-Tickets jetzt in neuem Gewand. Statt einer langen Liste einzelner Ausführungseinträge gibt es nun eine kompakte, eingeklappte Zusammenfassung mit aktuellem Status und Anzahl der Testfälle. Ausgeklappt zeigt sie die Ergebnisse je Testfall mit Datum und zuständigem Tester. Bei Testszenarien werden die Statistiken über alle enthaltenen Testfälle hinweg aggregiert, sodass sich der Testfortschritt direkt in Jira nachvollziehen lässt, ohne die Anwendung wechseln zu müssen.

Migration auf Forge:

Mit diesem Release haben wir den ersten Schritt bei der Einführung von Atlassians Forge-Plattform abgeschlossen, dem modernen Fundament, auf dem Atlassian die Zukunft seines App-Ökosystems aufbaut. Damit bleibt das aqua Jira Plugin für Cloud auf dem Kurs, den Atlassian vorgibt, und ist langfristig vollständig unterstützt. An der Funktionsweise des Plugins ändert sich für euch heute nichts.

Optimiertes Request Handling:

Die Kommunikation zwischen Plugin und aqua wurde verbessert: Unnötige Anfragen werden reduziert, was die Integration effizienter und auch unter Last stabiler macht.

Jira Sync: Verbesserungen

In diesem Release behobene Probleme im Jira Sync:

  • Die Logik zur Schlüsselzuordnung wurde verbessert, was einen Fehler behebt, der bisher das Erstellen eines neuen Syncs verhinderte
  • Gelöschte Feldwerte werden jetzt korrekt in aqua aktualisiert
  • Der Sync hängt sich nicht mehr wegen archivierter Versionen auf

Azure DevOps Sync: Unterstützung für benutzerdefinierte Rich-Text-Felder

Bisher deckte der Azure DevOps Sync nur einen festen Satz von Feldern ab. Weitere mehrzeilige Felder in Azure DevOps, etwa Repro Steps, System Info oder Acceptance Criteria, mussten bislang in beiden Systemen händisch gepflegt werden.

Mit diesem Release synchronisieren sich benutzerdefinierte Rich-Text-Felder jetzt bidirektional zwischen aqua und Azure DevOps. Die Synchronisierung funktioniert über einen Namensabgleich: Trägt ein mehrzeiliges Feld in Azure DevOps exakt denselben Namen wie ein RTF-Feld in aqua, werden beide automatisch miteinander synchronisiert, ganz ohne zusätzliche Konfiguration. Neue übereinstimmende Felder werden bei jedem Sync-Lauf automatisch erkannt, eine erneute Einrichtung ist also auch dann nicht nötig, wenn Felder hinzukommen oder sich ändern.

So richtet ihr es ein:

Um den Elementtyp Bug in Azure DevOps mit einem Feld namens „Repro Steps“ zu synchronisieren:

  1. Legt in eurer aqua Defekt-Vorlage ein benutzerdefiniertes RTF-Feld mit dem Namen „Repro Steps“ an (der Name muss exakt übereinstimmen)
  2. Sobald das Feld erstellt ist, synchronisiert es sich automatisch für alle Bugs, die Defekten zugeordnet sind

Dasselbe Prinzip gilt für jedes andere mehrzeilige Feld: Wählt aus, welche Azure-Felder synchronisiert werden sollen, legt in aqua passende RTF-Felder mit exakt demselben Namen an, und der Sync übernimmt den Rest automatisch.

In diesem Release behobene Probleme im Azure Sync:

  • Sync-Fehler, die nach dem Zurücksetzen eines Azure Syncs auftraten, sind behoben
  • Ein neuer Sync lässt sich jetzt auch speichern, wenn eines der Sync-Elemente deaktiviert ist

Smarteres Reporting zur Testabdeckung in Dashboards

Bisher zeigten Dashboard-Diagramme für Testszenarien nur den übergeordneten Status auf Szenarioebene an, was beim Reporting zu Verzerrungen führte. Hattet ihr etwa fünf Testszenarien und eines davon war abgeschlossen, zeigte das Dashboard 20 % Fortschritt, unabhängig davon, wie viele Testfälle das jeweilige Szenario tatsächlich enthielt. Ein Szenario mit 20 Testfällen zählte genauso viel wie eines mit nur 5, was Führungskräften und Stakeholdern ein verzerrtes Bild des tatsächlichen Testfortschritts lieferte.

Mit diesem Update können Dashboards den Fortschritt jetzt auf Basis der einzelnen Testfall-Ausführungen innerhalb der Testszenarien darstellen. Die Metriken fassen die Ergebnisse aller Testfälle über die ausgewählten Szenarien hinweg zusammen. Im obigen Beispiel würde das Dashboard jetzt korrekt 50 % Fortschritt anzeigen (20 von 40 Testfällen), statt der irreführenden 20 %.

Ein Klick ins Diagramm führt zu einer Detailansicht mit den einzelnen Testfallergebnissen und zeigt, zu welchem Szenario jeder Testfall gehört. Bestehende Dashboard-Konfigurationen, die weiterhin auf dem Status der Szenarioebene basieren, funktionieren unverändert weiter.

In diesem Release behobene Probleme in Dashboards:

  • Ein Filter, der zuvor die Schaltflächen „Anwenden“ und „Speichern“ abschnitt, ist behoben
  • Kalenderwochen in gestapelten Balkendiagrammen werden jetzt korrekt angezeigt

Plattform-Fixes und Verbesserungen

Performance und Infrastruktur

  • Speicheraktionen in Modulen wie Benutzerverwaltung, Vorlagenkonfiguration sowie Workflow- und Feldregeln benötigen in Private-Cloud-Umgebungen nicht mehr unerwartet lange, um abgeschlossen und bestätigt zu werden
  • Der Microsoft SQL Server ODBC-Treiber wurde aktualisiert, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen (On-Premise)

Testfälle und Testausführung

Ein paar kleinere Unstimmigkeiten im Testing-Workflow wurden ausgeräumt:

  • Beim Kopieren eines Testszenarios bleiben Labels im Original jetzt erhalten
  • Beim Fortsetzen einer laufenden Ausführung erscheint keine irritierende „Element nicht gefunden“-Meldung mehr

Bekanntes Problem, Gherkin-Generierung:

Wird beim Generieren mehrerer Testfälle BDD als Ausgabeformat gewählt, entsteht aktuell nur ein einzelner Testfall, und dieser ist möglicherweise nicht korrekt als Gherkin strukturiert. An einer Lösung wird bereits gearbeitet, sie wird in einem Patch-Release kurz nach diesem Release ausgeliefert. Die Generierung eines einzelnen Gherkin-Testfalls funktioniert wie erwartet, ebenso wie jede andere Testfallgenerierung über alle Eingabetypen und Ausgabeformate hinweg.

Vorlagen und benutzerdefinierte Felder

Die Konfiguration benutzerdefinierter Felder im Vorlageneditor ist jetzt verlässlicher. Mehrere Probleme, bei denen Einstellungen sich unbemerkt zurücksetzten, wurden behoben:

  • Dezimalstellen werden nach dem Speichern nicht mehr zurückgesetzt
  • Datumsfelder vom Typ „Langes Datum“ und „Kein Zeit-Anteil“ speichern jetzt korrekt

Benutzer- und Workflow-Administration

Eine Reihe von Fixes für Teams, die Benutzer und Workflows verwalten:

  • Der Massenpasswortreset ist wieder im Aktionsmenü für ausgewählte Benutzer verfügbar
  • Die Benutzertabelle skaliert beim Blättern durch die Seiten jetzt korrekt
  • Wer einen ungültigen Benutzernamen festlegen möchte, erhält jetzt eine klare Rückmeldung, statt dass die Änderung kommentarlos verworfen wird
  • Statuswerte lassen sich jetzt ohne Fehler umbenennen
Auf dieser Seite:
Sehen Sie mehr
Beschleunigen Sie Ihre Releases x2 mit aqua
Gratis starten
step

Verwandte Themen

WAR DAS HILFREICH? Teilen Sie es mit Ihrer QA-Community

Verwandte Themen